Francisco Klinger Carvalho wurde 1966 in Óbidos, einer Kleinstadt im brasilianischen Bundesstatt Pará geboren. Seit 1986 lebt er in Belém, wo er zunächst Malerei studierte, bevor er sich zur Arbeit an Objekten und Installationen entschloss. Seit 1987 sind seine Arbeiten in Gruppen‑ und Einzelausstellungen in Brasilien zu sehen. Klingers Arbeiten sind stark von seinem Lebensumfeld, dem Amazonasgebiet, geprägt.
Frans Krajcberg arbeitet mit den Überresten der vom Menschen zerstörten Natur; Klinger dagegen verwendet Gegenstände aus dem Alltag und von den Märkten der caboclos1). Er setzt in seinen Installationen die Mythen und Legenden Amazoniens neu um. Seine bevorzugten Materialien sind Hängematten, Kalebassen, Boote, Stroh, Sisal, Holz und Schlingpflanzen.
Sie strahlen Ruhe aus, wie die Weite des Amazonasgebietes, zeugen im selben Maße von der Härte und den Missgeschicken des Alltags, denen die Menschen im Amazonasgebiet geduldig im Ausharren zwischen Überschwemmung und Brandrodung widerstehen.
1) Indianer oder